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Schauburg Bremen am 27.3.2008, 21:00 Uhr   

Wenn einer von uns stirbt, geh ich nach Paris

Heimspiel 47. Dokumentation von Jan Schmitt
"Jede Familie hat ein Geheimnis, in meiner ist es der rätselhafte Tod unserer Mutter", erzählt der Filmemacher. Ihr Freitod hat die Familie bis heute im Griff, auch elf Jahre danach. Es wird Zeit aufzuräumen. "Die Vergangenheit ist nicht vergangen solange wir schweigen."

Eine Frau wird tot aufgefunden. Sie liegt wie aufgebahrt in ihrem Bett, die Haare gekämmt, die Lippen geschminkt. Ein Schock, sie hat sich selbst vergiftet. Ein Freitod, frei gewählt und doch nicht freiwillig. Februar 1996. Elf Jahre später kommt der jüngste Sohn der Frau einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur, das mehr mit seinem eigenen Leben zu tun hat als ihm lieb ist.

Donnerstag 27. März 2008, 21:00 h

Schauburg Bremen, Vor dem Steintor 114

Bild: Filmkritik von Martina Burandt
Filmkritik von Martina Burandt
Heute in der Schauburg: Jan Schmitts Dokumentarfilm „Wenn einer von uns stirbt, geh ich nach Paris“ erzählt von erschütternden Familiengeheimnissen
 

"Ich will den Zuschauer emotional packen"

 

Gestern fand in der Schauburg die Bremer Premiere des Dokumentarfilms

"Wenn einer von uns stirbt, geh` Ich nach Paris" von Jan Schmitt statt.

Die über einhundert Gäste machten dieses Heimspiel zu einem gelungenen Abend. Susanne Brahms führte durch die Veranstaltung und lud den Filmemacher Jan Schmitt nach dem Film auf die Bühne, der sich nach einem kurzen Gespräch auch den Fragen der Zuschauer stellte.

Auch im Anschluss an den Film blieb das Interesse am Film und Regisseur ungebrochen, so dass bei einem kleinen Umtrunk die ein oder andere Sichtweise zur Filmthematik vertieft werden konnte.

 

Eine authentische Geschichte, eine Familiengeschichte über den jahrelangen sexuellen Missbrauch in der eigenen Familie. Ein Film der nachhaltig wirkt, emotional, bewegend, erschütternd.

Leise und sensibel erzählt, fast schon poetisch durch Suzanne von Borsody, die aus Tagebüchern liest, August Diehl der den jüngsten Sohn spricht und Meret Becker die sehr einfühlsam singt, lässt der Filmemacher den Zuschauer traurig und wütend zugleich zurück.

Jan Schmitt will nicht anprangern: "Das ist nicht meine Art Filme zu machen" sondern mit seinem Film und seiner eigenen Geschichte das Schweigen brechen und dem Zuschauer die Aktualität dieses wichtigen Themas bewußt machen, und ihn zum eigenen Denken und Handeln anregen, denn schließlich wird alle zwei Minuten ein Kind missbraucht.

 

 

 

Fotos



01.


02.


03. Jan Schmitt, Susanne Brahms


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06. Eike Besuden, Henriette Degener


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10.


11. Anja Stahmann, Susanne Brahms


12.

Fotografin, Katherine Martin
E-Mail: katherine.martin(at)gmx.de