Oktober bis Neovember 2026 im Filmbüro und im City46

LETsDOK 2026 Dokumentarfilme in aller Vielfalt. Dieses Jahr unter dem Motto „SCHAU HIN!“

Beginnend mit den Feierlichkeiten zum 3. Oktober, bietet LETsDOK wie jedes Jahr im Herbst die geballte Möglichkeit für Dokumentarfilme, Filmemacher:innen und Zuschauer:innen, um sich über aktuelle gesellschaftliche Themen auszutauschen und gemeinsam zu diskutieren. Willkommen!

LetsDok Logo
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Dokumentarfilme entführen uns in fremde Welten, inspirieren zu neuen Sichtweisen und rütteln auf. Sie stellen Gesellschaftssysteme in Frage und bringen unbekannte Schicksale und Zusammenhänge ans Licht. Dokumentarfilme können ergreifend, humorvoll, aufrüttelnd und tiefgründig sein. Sie haben ausreichend Zeit für vertiefende Darstellung und sind ein essentieller Teil der öffentlichen Meinungsbildung.

Alle Verantaltungen bundesweit unter: www.letsdok.de

LETsDOK Bremen 2026

Der Tag der Deutschen Einheit wird dieses Jahr in Bremen gefeiert. Also startet LETsDOK auch an diesem Wochenende um den 3. Oktober mit der Großen Eröffnung:

Filme sehen

Das Kommunale Kino City46 zeigte eine Reihe von Filmen an diesen Tagen: www.city46.de/letsdok. Dazu gibt es direkt nebenan das Silent-Cinema auf dem Hillmannplatz, dem "Tor zur Stadt" zwischen Bahnhof und Innenstadt, wo es vom 2.-4.Oktober weitere Aktionen für die ganze Familie gibt und Spielfilme zur Geschichte der beiden deutschen Staaten. umsonst und draußen

Bremer Filmschaffen

Das Filmbüro Bremen macht sein Büro zum "Leuchtenden Filmhaus" und projiziert nahezu rund um die Uhr Bremer Filme. Das Filmfest präsentiert sich und das Landesfilmarchiv lädt in einem eigenen Schaufenster zu einem Blick ins Bremen der 1920er Jahre ein. umsonst und draußen

Eröffnungswochende am 3. Oktober

Lovebox Do. 1.10. um 20:00 im City46

Zu Gast ist Regisseur Alexander Kleider.
Dokumentarfilm D 2026, Buch & Regie: Daniela Michel, Alexander Kleider, 96 Min.

Lovebox bb1
Lovebox bb1

Seit 2007 treffen sich in der südafrikanischen Wüste jedes Jahr über 10.000 Menschen zum „AfrikaBurn"-Festival. Für ein paar Tage soll hier eine Welt ohne Konsumzwang und Kapitalismus entstehen - ein Versprechen, das nicht ganz ohne Eintrittspreis zu haben ist, und für das sich vor allem Besucherinnen aus dem globalen Norden einfinden. Auf dem Ableger des bekannten „Burning Man“ unternimmt eine bunt zusammengewürfelte Gruppe von Freundinnen ein Experiment: die Lovebox-Experience. Dazu kommen jeweils zwei sich völlig fremde Menschen in einem raumschiffartigen Anhänger zusammen und sprechen über Liebe. Die Leere des kleinen Raums und die plötzliche Nähe zweier Menschen eröffnet Raum für Gespräche, Selbstreflexion und auch das Aushalten unangenehmer Stille. Als das Festival sich dem Ende zuneigt, beschließt die Gruppe, das Lovebox-Experiment auch abseits der südafrikanischen Festival-Utopie weiter zu tragen.

weitere Termine und Tickets

Ein Nobody gegen Putin So. 4.10. um 20:00 im City46

Zu Gast ist Oscarpreisträger, Hauptdarsteller und Regisseur Pawel Talankin.

Ein Nobody gegen Putin
Ein Nobody gegen Putin

DK 2025, Regie: David Borenstein, Pawel Talankin, 90 Min., russ. OmengU
Pawel Talankin ist Lehrer an einer Schule in der russischen Provinz. Er hält aus nächster Nähe mit seiner Kamera fest, wie mit Beginn der russischen Vollinvasion gegen die Ukraine sein Land und sein Leben sich innerhalb kürzester Zeit dramatisch verändern: Patriotische und militaristische Rituale halten Einzug, staatliche Ideologie bestimmt zunehmend, was Kinder und Jugendliche lernen und die Freiräume werden immer kleiner.
Mit trockenem Humor und großer Menschlichkeit erzählt „Ein Nobody gegen Putin“, von Mut, Zivilcourage und der Kraft der Wahrheit. Der Film eröffnet einen seltenen und unmittelbaren Einblick in das russische Bildungssystem und zählt zu den international meistbeachteten Dokumentarfilmen des Jahres. 2026 wurde er mit dem Oscar® als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet. Im März 2026 wurde der Dokumentarfilm von einem russischen Gericht verboten.
Im Anschluss an die Filmvorführung findet ein Gespräch mit Regisseur und Hauptdarsteller Pawel Talankin statt, der vor Ort sein wird und sich den Fragen des Publikums stellt. Moderation: Eduard Klein (Forschungsstelle Osteuropa), Dolmetscher: Artur Weigandt.

Eine Veranstaltung der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen und dem CITY 46 / Kommunalkino Bremen in Kooperation mit dem Bremer Bündnis für deutsch-tschechische Zusammenarbeit e.V. und der Heinrich-Böll-Stiftung Bremen im Rahmenprogramm zum Tag der Deutschen Einheit 2026 in Bremen.

weitere Termine und Tickets

Watching People Watching Birds Fr. 02.10.26 um 20:00 im City46

Dokumentarfilm D 2026, Regie: Ulrike Franke & Michael Loeken, 92 Min.

Watching People
Watching People

Je mehr die Artenvielfalt und Population der Vögel zurückgeht, desto mehr Menschen werden zu Vogelbeobachter:innen. Mit Ferngläsern ausgestattet, erspähen sie Vögel auf Wegen und Feldern, an Straßenrändern und Brachen – in der Natur, und was davon übriggeblieben ist. „Ein Grund, warum Wildvögel so wichtig sind (…) ist der, dass sie unsere letzte, beste Verbindung zu einer natürlichen Welt darstellen, die ansonsten im Schwinden begriffen ist“, sagt der Autor und Birdwatcher Jonathan Franzen, einer der wohl bekanntesten Vogel-Fans. Das Regie-Duo begleitet die Birdwatcher:innen und verzichtet selbst auf Kommentare aus dem Off. Stattdessen kommen allein die Protagonist:innen zu Wort lässt allein die Auftretenden zu Wort kommen, mal direkt in die Kamera, mal im Gespräch miteinander während ihrer gemeinsamen Streifzüge. Der eine liebt Möwen, die andere erhofft sich einen Blick auf seltenere Spezies. Die Liste der vom Aussterben bedrohten Arten, wie der Gelbkopf-Kleidervogel, der Eskimo-Brachvogel oder der Balearensturmtaucher, ist lang. Die Sehnsucht nach dem zerbrechlichen Schönen, dem Traum von Freiheit, den Vögel verkörpern, uralt.

weitere Termine und Tickets

Fortschritt im Tal der Ahnungslosen Sa. 03.10.2026 um 20h umsonst und draußen auf dem Hillmannplatz

Im Anschluss Gespräch mit der Kuratorin Dr. Marina Beek.

FORTSCHRITT IM TAL
FORTSCHRITT IM TAL

Dokumentarfilm, 2019, 27min
Regie: Florian Kuhnert

30 Jahre nach dem Mauerfall wird in dem ehemals volkseigenen Betrieb „Fortschritt“ das Erbe der Deutschen Demokratischen Republik neu verhandelt. Wo früher Mähdrescher hergestellt wurden, wohnen jetzt Asylbewerber, die sich mit wöchentlichen, rassistischen Demonstrationen in Ostdeutschland konfrontiert sehen.

Die syrischen Asylbewerber bekommen von ehemaligen Werksarbeitern Hilfe bei ihrem DeutschOrientierungskurs. Was mit einer humorvoll inszenierten Deutschklasse in der „Fortschritt“-Ruine beginnt, endet mit Schulstunden in Staatsbürgerkunde und einem GST-Militärlager. Getrieben von der persönlichen Befangenheit des Regisseurs, der in das Ende der DDR hineingeboren wurde, werden die Re-enactments dekonstruiert und die gesellschaftlichen Prägungen des DDR-Alltags sichtbar.

Die „Fortschritt“- Ruine wird zum Symbol einer verlorenen Heimat, das die Grenzen zwischen der DDR und Syrien, zwischen damals und heute verschwimmen lässt. Der Versuch einer Annäherung, eine sozialistische Utopie. https://fortschritt-film.com/

weitere Termine

LETsDOK im Oktober und November

Im Oktober gibt es weitere Dokumentarfilme im City46: www.city46.de/letsdok

Whisteblower

D 2026, Buch & Regie: Marc Bauder, 90 Min., engl., dt., frz. OmU

Whistleblower
Whistleblower

Ein Geheimnis zu lüften kann alles kosten: die Karriere, die Sicherheit, manchmal auch das Leben. Regisseur Marc Bauder hat drei Jahre lang Menschen begleitet, die genau dieses Risiko eingehen. In Afrika, Europa und den USA. Sie alle haben etwas gemeinsam: Sie besitzen Wissen, das mächtige Interessen lieber verborgen halten würden, und sie entscheiden sich trotzdem, es öffentlich zu machen. Jean-Jacques Lumumba, Großneffe des kongolesischen Unabhängigkeitshelden Patrice Lumumba, deckt Unterschlagungen im Umfeld des Kabila-Clans auf, und wird dafür bis in sein Exil nach Frankreich hinein bedroht. Der frühere NSA-Analyst Daniel Hale muss unter der Trump-Regierung mit bis zu zehn Jahren Haft wegen angeblichen Geheimnisverrats rechnen.
Do. 29.10., Sa. 31.10., Mo. 2.11. + Mi. 4.11. / 20:00
Fr. 30.10., So. 1.11. + Di. 3.11. / 17:30
Info und Tickets

Sternbrücke forever

Sternbruecke Forever
Sternbruecke Forever

D 2026, Buch & Regie: Christian Hornung, 98 Min., dt., engl. OmU
Unter der Hamburger Sternbrücke ist über Jahrzehnte ein Mikrokosmos entstanden, den es so kein zweites Mal gibt: Mehmet verkauft Falafel, Martina steht im Kiosk, Stefan repariert seit Jahrzehnten Autos in der Werkstatt seines Vaters. Und sobald die Nacht anbricht, füllen sich die Clubs unter der Brücke. Orte wie die Beat Boutique oder die Astra Stube, die vielen als musikalische Heimat gelten. Doch dieser gewachsenen Nachbarschaft bleibt nicht mehr viel Zeit. Als der Abriss der Brücke beschlossen wird, beginnt für alle, die hier leben und arbeiten, eine jahrelange Hängepartie zwischen Hoffen und Bangen. „Sternbrücke Forever" erzählt von Menschen, die um ihren Platz in der Stadt kämpfen, und wirft dabei Fragen auf, die weit über Hamburg hinausreichen.
Do. 8.10. + Mo. 12.10. / 20:15
Sa. 10.10. / 20:00
So. 11.10. + Di. 13.10. / 17:30
Do. 15.10., Sa. 17.10. + Mo. 19.10. / 18:00
Fr. 16.10. + So. 18.10. / 20:45
Info und Tickets

Barbara Buser Pionierin der Nachhaltigkeit

CH 2026, Buch & Regie: Gabriele Schärer, 118 Min., schweizerdeutsche OmU

BarbaraBuser bb3
BarbaraBuser bb3

Die Architektin Barbara Buser kehrt die Verhältnisse im Baugeschäft um: Nachhaltigkeit ist keine zusätzliche Aufgabe bei der Planung, sondern ihr Ausgangspunkt. Bei ihrer Arbeit im Sudan und in Tansania hat sie erkannt, dass Abfall immer auch Rohstoff bedeutet. Seither bewahrt sie Gebäude vor dem Abriss und baut sie mit wiederverwendeten Komponenten um. Dabei nutzt sie auch pflanzliche Materialien wie Stroh oder in Stücke geschnittene Deckenplatten als Wandkern. Dieses gestalterische Umdenken, das vor allem Menschen und Umwelt in den Blick nimmt, wurde von Kolleg:innen anfangs als »Gebastel« verunglimpft, erhielt jedoch 2022 die höchste Schweizer Architekturauszeichnung. Ihre zu lebendigen Begegnungsorten gewordenen Projekte sind heute wegweisend für das Bauen der Zukunft.
Do. 29.10., Sa. 31.10., Mo. 2.11. + Mi. 4.11. / 17:30
Fr. 30.10. + So. 1.11. / 20:00
Di. 3.11. / 20:00 ★ mit Diskussion
Info undTickets

Kommunales Kino City46

city46 xl schwarz
city46 xl schwarz

Birkenstraße 1, 28195 Bremen
www.city46.de/

Kartenreservierung
(Email-Adresse)
0421-957 992 90 (auch AB, nur bis zum Vortag möglich)

Tickets über www.kinoheld.de

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