2.-4. Oktober 2026 im Filmbüro Bremen
Filme zum Tag der Deutschen Einheit im City46 und open Air
Das Kommunale Kino City46 präsentiert am Wochenende Dokumentarfilme mit Gästen. Nebenan gibt es das Silent-Cinema von stadtneudenken.de auf dem Hillmannplatz, dem "Tor zur Stadt" zwischen Bahnhof und Innenstadt.
Filme und Aktionen für die ganze Familie und Spielfilme zur Geschichte der beiden deutschen Staaten.
Im Kino
Am 1. Oktober beginnt auch LETsDOK, die bundesweiten Aktionstage für den Dokumentarfilm.
Lovebox Do. 1.10. um 20:00 im City46
Zu Gast ist Regisseur Alexander Kleider.
Dokumentarfilm D 2026, Buch & Regie: Daniela Michel, Alexander Kleider, 96 Min.
Seit 2007 treffen sich in der südafrikanischen Wüste jedes Jahr über 10.000 Menschen zum „AfrikaBurn"-Festival. Für ein paar Tage soll hier eine Welt ohne Konsumzwang und Kapitalismus entstehen - ein Versprechen, das nicht ganz ohne Eintrittspreis zu haben ist, und für das sich vor allem Besucherinnen aus dem globalen Norden einfinden. Auf dem Ableger des bekannten „Burning Man“ unternimmt eine bunt zusammengewürfelte Gruppe von Freundinnen ein Experiment: die Lovebox-Experience. Dazu kommen jeweils zwei sich völlig fremde Menschen in einem raumschiffartigen Anhänger zusammen und sprechen über Liebe. Die Leere des kleinen Raums und die plötzliche Nähe zweier Menschen eröffnet Raum für Gespräche, Selbstreflexion und auch das Aushalten unangenehmer Stille. Als das Festival sich dem Ende zuneigt, beschließt die Gruppe, das Lovebox-Experiment auch abseits der südafrikanischen Festival-Utopie weiter zu tragen.
Ein Nobody gegen Putin So. 4.10. um 20:00 im City46
Zu Gast ist Oscarpreisträger, Hauptdarsteller und Regisseur Pawel Talankin.
DK 2025, Regie: David Borenstein, Pawel Talankin, 90 Min., russ. OmengU
Pawel Talankin ist Lehrer an einer Schule in der russischen Provinz. Er hält aus nächster Nähe mit seiner Kamera fest, wie mit Beginn der russischen Vollinvasion gegen die Ukraine sein Land und sein Leben sich innerhalb kürzester Zeit dramatisch verändern: Patriotische und militaristische Rituale halten Einzug, staatliche Ideologie bestimmt zunehmend, was Kinder und Jugendliche lernen und die Freiräume werden immer kleiner.
Mit trockenem Humor und großer Menschlichkeit erzählt „Ein Nobody gegen Putin“, von Mut, Zivilcourage und der Kraft der Wahrheit. Der Film eröffnet einen seltenen und unmittelbaren Einblick in das russische Bildungssystem und zählt zu den international meistbeachteten Dokumentarfilmen des Jahres. 2026 wurde er mit dem Oscar® als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet. Im März 2026 wurde der Dokumentarfilm von einem russischen Gericht verboten.
Im Anschluss an die Filmvorführung findet ein Gespräch mit Regisseur und Hauptdarsteller Pawel Talankin statt, der vor Ort sein wird und sich den Fragen des Publikums stellt. Moderation: Eduard Klein (Forschungsstelle Osteuropa), Dolmetscher: Artur Weigandt.
Eine Veranstaltung der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen und dem CITY 46 / Kommunalkino Bremen in Kooperation mit dem Bremer Bündnis für deutsch-tschechische Zusammenarbeit e.V. und der Heinrich-Böll-Stiftung Bremen im Rahmenprogramm zum Tag der Deutschen Einheit 2026 in Bremen.
Watching People Watching Birds Fr. 02.10.26 um 20:00 im City46
Dokumentarfilm D 2026, Regie: Ulrike Franke & Michael Loeken, 92 Min.
Je mehr die Artenvielfalt und Population der Vögel zurückgeht, desto mehr Menschen werden zu Vogelbeobachter:innen. Mit Ferngläsern ausgestattet, erspähen sie Vögel auf Wegen und Feldern, an Straßenrändern und Brachen – in der Natur, und was davon übriggeblieben ist. „Ein Grund, warum Wildvögel so wichtig sind (…) ist der, dass sie unsere letzte, beste Verbindung zu einer natürlichen Welt darstellen, die ansonsten im Schwinden begriffen ist“, sagt der Autor und Birdwatcher Jonathan Franzen, einer der wohl bekanntesten Vogel-Fans. Das Regie-Duo begleitet die Birdwatcher:innen und verzichtet selbst auf Kommentare aus dem Off. Stattdessen kommen allein die Protagonist:innen zu Wort lässt allein die Auftretenden zu Wort kommen, mal direkt in die Kamera, mal im Gespräch miteinander während ihrer gemeinsamen Streifzüge. Der eine liebt Möwen, die andere erhofft sich einen Blick auf seltenere Spezies. Die Liste der vom Aussterben bedrohten Arten, wie der Gelbkopf-Kleidervogel, der Eskimo-Brachvogel oder der Balearensturmtaucher, ist lang. Die Sehnsucht nach dem zerbrechlichen Schönen, dem Traum von Freiheit, den Vögel verkörpern, uralt.
Open Air
Unter dem Titel "Tor zur Stadt" hat stadtneudenken.de neben einer Ping Pong Arena auch eine Kinoleinwand aufgebaut und lädt in Kooperation mit dem Kommunalkino City46 ein zu folgenden Filmen. umsonst und draußen
Wir können auch anders 02.10./18:00 Hillmannplatz
Komödie, Deutschland 1993, Regie: Detlev Buck, 92min
Zwei Brüder, die beide weder lesen noch schreiben können, durchqueren Deutschland, um ihr Erbe geltend zu machen. Auf ihrem Weg treffen sie Viktor, einen desertierten Soldaten der sowjetischen Roten Armee, und Nadine, eine wunderschöne junge Frau. Nach einem Zwischenfall mit einigen Straßenräubern, der sich mit Viktors Kalaschnikow leicht lösen lässt, werden sie des Mordes beschuldigt — etwas, das sie weder beabsichtigt noch realisiert hatten. Sie behaupten, Nadine sei ihre Geisel und fliehen vor den Polizeikräften, bis sie die Küste erreichen.
Zwei zu eins 02.10./21:00 Hillmannplatz
Krimi-Komödie, Deutschland 2024, Regie: Natja Brunckhorst, 116min
ZWEI ZU EINS, eine große Liebes- und Freundschaftskomödie über Geld und Gerechtigkeit mit Sandra Hüller, Max Riemelt und Ronald Zehrfeld in den Hauptrollen. Eine Hommage an eine sehr besondere Zeit, in der alles möglich schien. Halberstadt im Sommer 1990. Maren (Sandra Hüller), Robert (Max Riemelt) und Volker (Ronald Zehrfeld) kennen und lieben sich seit ihrer Kindheit. Eher zufällig finden sie in einem alten Schacht die Millionen der DDR, die dort eingelagert wurden, um zu verrotten. Die Drei schmuggeln Rucksäcke voll Geld heraus. Gemeinsam mit ihren Freunden und Nachbarn entwickeln sie ein ausgeklügeltes System, um das inzwischen wertlose Geld in Waren zu tauschen und den anrauschenden Westlern und ihrem Kapitalismus ein Schnippchen zu schlagen.
Die Winzlinge.Operation Zuckerdose 03.10./12:30 Hillmannplatz
Kinderfilm. Animationsfilm, 2016. Regie: Thomas Szabo, Hélène Giraud, 84min
In einem wunderschönen Tal leben winzige Bewohner friedlich miteinander, bis eines Tages eine schwarze Ameise einen fabelhaften Schatz entdeckt: Eine vergessene Zuckerdose. Darin versteckt sich ein kleiner Marienkäfer, der seine Familie verloren hat.
Fritzi. Eine Wendewundergeschichte 03.10./18:00 Hillmannplatz
Kinderfilm. Animationsfilm, 2019. Regie: Matthias Bruhn, Ralf Kukula. FSK 6 Jahre 83min
Moderation: Matthias Wallraven, im Rahmen des Kinder und Jugendfilmfest KIJUKO.
Im Herbst 1989 naht das Ende der DDR. Die zwölfjährige Fritzi ist in Leipzig aus nächster Nähe dabei und erlebt den Fall der Mauer hautnah mit. So merkt sie etwa, dass ihre Freundin Sophie nicht aus dem Ungarn-Urlaub zurückkehrt, um deren Hund sie sich kümmert.
Fortschritt im Tal der Ahnungslosen Sa. 03.10.2026 um 20h auf dem Hillmannplatz
umsonst und draußen
Im Anschluss Gespräch mit der Kuratorin Dr. Marina Beek.
Dokumentarfilm, 2019, 27min
Regie: Florian Kuhnert
30 Jahre nach dem Mauerfall wird in dem ehemals volkseigenen Betrieb „Fortschritt“ das Erbe der Deutschen Demokratischen Republik neu verhandelt. Wo früher Mähdrescher hergestellt wurden, wohnen jetzt Asylbewerber, die sich mit wöchentlichen, rassistischen Demonstrationen in Ostdeutschland konfrontiert sehen.
Die syrischen Asylbewerber bekommen von ehemaligen Werksarbeitern Hilfe bei ihrem DeutschOrientierungskurs. Was mit einer humorvoll inszenierten Deutschklasse in der „Fortschritt“-Ruine beginnt, endet mit Schulstunden in Staatsbürgerkunde und einem GST-Militärlager. Getrieben von der persönlichen Befangenheit des Regisseurs, der in das Ende der DDR hineingeboren wurde, werden die Re-enactments dekonstruiert und die gesellschaftlichen Prägungen des DDR-Alltags sichtbar.
Die „Fortschritt“- Ruine wird zum Symbol einer verlorenen Heimat, das die Grenzen zwischen der DDR und Syrien, zwischen damals und heute verschwimmen lässt. Der Versuch einer Annäherung, eine sozialistische Utopie. https://fortschritt-film.com/
Ausserdem beginnt an diesem Wochenende das KiJuKo - das Kinder und Jugend Filmfestival im City46
Kommunales Kino City46
Birkenstraße 1, 28195 Bremen
www.city46.de/
Kartenreservierung
(Email-Adresse)
0421-957 992 90 (auch AB, nur bis zum Vortag möglich)
LETsDOK im Oktober und November
Weitere Dokumentarfilme im Rahmen von LETsDOK laufen im Oktober und November im City46.
www.city46.de/letsdok











