20. Bremer Dokumentarfilm Förderpreis Ausschreibung 2020

Das Filmbüro Bremen schreibt wieder seinen Recherchepreis aus. Und wir wagen es: die Projekte werden der Jury ANONYMISIERT vorgelegt. Einsendeschluss bis 16.08.2020.

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(c) Hannah Wolf
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Am Anfang steht die Idee – dann folgt ein oft steiniger Weg bis zur Umsetzung: ausführliche Recherchen, dramaturgische Aufbereitung und die Entwicklung eines filmischen Konzeptes sind mit viel Arbeit, Zeit und Kosten verbunden. Das Filmbüro Bremen unterstützt mit seinem Förderpreis seit 1991 die Lust am dokumentarischen Filmschaffen und ermöglicht mindestens zwei Projekten eine intensive Entwicklung. Gesucht werden unerwartete Themen, sowie interessante Herangehensweisen.

Der Bremer Dokumentarfilm Förderpreis ist ein Recherche-Preis. Prämiert wird die Idee für einen Dokumentarfilm, die mit Hilfe des Preisgeldes recherchiert und zur Produktionsreife gebracht wird. Antragsberechtigt sind AutorInnen und FilmemacherInnen aus dem gesamten Bundesgebiet.

Die Einreichung erfolgt dieses Jahr erstmals anonymisiert.

Eine unabhängige Fachjury entscheidet frei und ohne inhaltliche Vorgaben und vergibt zwei bis drei Preise in Höhe von insgesamt 12.500 €, bereitgestellt vom Bremer Senator für Kultur und aus Spendengeldern. Ein Preis ist einem Projekt mit Bremenbezug vorbehalten.

Der Dokumentarfilm Förderpreis wird zweckgebunden für die Entwicklung des eingereichten Projektes vergeben, die Auszahlung erfolgt in drei Raten. Als Ergebnis sollen ein ausgearbeitetes Treatment und ein Trailer entstehen.

Einsendeschluss: 16. August 2020

Die Preisverleihung findet im Rahmen des Aktionstages Let‘s DOK am 19. September 2020 in Bremen statt.

Das Filmbüro bietet im Juli außerdem persönliche oder telefonische Antragsberatungen an.
Im August ist das Filmbüro dagegen nur eingeschränkt besetzt.

Ein Antrag umfasst zwei getrennte pdf-Dokumente:

  1. Einreichformular: Dok Preis 2020
    Dieses Dokument ist nur für interne Zwecke und wird nicht an die Jury weiter gereicht.

  2. Projektskizze für die Jury (gesamt < 15.000 Zeichen) bestehend aus:
    Kurzsynopsis
    Projektbeschreibung
    Persönliches Statement
    geplante Arbeitsschritte und Zeitplan
    grobe Kalkulation für die Recherchephase

Sollte bereits Recherchematerial vorhanden sein, kann ein Link zu max.10 Minuten Video/Audioprobe angegeben werden. Bitte ohne Credits.

Einsendungen bitte an (Email-Adresse)

Beratung und Information

Logo Filmbuero klein
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Filmbüro Bremen e.V.
Saskia Wegelein, Ilona Rieke
Tel: 0421 - 708 48 91
(Email-Adresse)

FAQ

Geplante Arbeitsschritte und Zeitplan

Gemeint ist ein Zeitplan der Recherchephase.

Kalkulation

Es geht um die groben Kosten der Recherchephase, also bis zum nächsten Produktionsschritt. Die Kalkulation kann daher auch sehr kurz sein.
Für die Jury sind die Ausgaben an Dritte wichtig, denn niemand soll Bargeld in die Recherche stecken müssen.

Ein eigenes Honorar darf gerne auch rein. Die Jury kommt aus dem wahren Leben und weiß um dessen Notwendigkeit.

Die Kalkulation ist nur ein Anhaltspunkt für die Jury, das Preisgeld muss später nicht abgerechnet werden.

Der Preis ist Projekten vorbehalten, die noch keine andere Förderung erhalten haben.

Arbeitsproben / visuelles Recherematerial

Die PDF der Projektskizze kann beliebig mit eigenem visuellem Material ergänzt werden. Hier bitte keine Links einfügen; die AntragstellerInnen sollen für die Jury anonym bleiben. Wir behalten uns sonst vor, die betreffenden Stellen zu schwärzen.

Sollte bereits audiovisuelles Recherchematerial konkret zu dem beantragten Projekt bestehen, kann ein Link zu einer Video/Audioprobe von max.10 Minuten angegeben werden. Der Link muss im Formular, nicht in der Projektskizze angegeben werden.

Anonymisiertes Antragsverfahren

Bremen macht sich auf, eine Forderung aus der Filmbranche umzusetzen:
"Wir sind überzeugt, dass das Publikum ungewöhnliche und randständige Filme sehen möchte. Um die zu bekommen, müssen wir ebensolche Stoffe suchen und wir müssen QuereinsteigerInnen und QuerdenkerInnen die Türen öffnen. Das fällt großen Förderungen und Sendern mit ihren Entscheidungsstrukturen schwer.

Wir sind klein, wir gehen vor. Der Bremer Dokumentarfilm Förderpreis - 1991 als erster seiner Art gegründet - ist schon immer ein Türöffner gewesen: die Jurys des Filmbüro Bremen haben in der Regel nicht die bereits großen Namen gefördert, sondern Entwicklungspielräume geschaffen und Experimente ermöglicht. Entwicklungsförderung ist von Natur aus risikobehaftet. Die Erfolgsbilanz des Preises kann sich dennoch sehen lassen: die Hälfte der geförderten Rechercheprojekte wurde als Film realisiert - mit Geldern aus Sendern, Förderungen, Stiftungen, Crowdfunding; häufig für das Kino und häufig preisgekrönt. Anlässlich der Preisverleihung des diesjährigen Bremer Dokumentarfilm Förderpreises zeigen wir eine solche Erfolgsgeschichte: Der Prinz und der Dybbuk von Elwira Niewiera und Piotr Rosolowski begann als Archiv-Fund, wurde eine europäische Koproduktion und gewann einen goldenen Löwen in Venedig. Die erste Förderung erhielt das Autorenteam vom Filmbüro Bremen.
Das anonymisierte Bewerbungsverfahren ist ein weiterer Schritt, an bestehenden Strukturen zu rütteln und Türen zu öffnen."
Bremen, Juli 2020

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