17.08.2025, 20:30 Uhr beim Silent Cinema Open Air Kino auf dem Hillmannplatz
Open Screen 2025
Leinwand frei für den nächsten Open Screen! Am Sonntagabend, den 17.08.2025 ging der Bremer Kurzfilmabend „Open Screen“ vom Filmbüro Bremen in die nächste Runde.
Am Sonntag, den 17. August ab 20:30 Uhr stieg der diesjährige Kurzfilmabend Open Screen des Filmbüros in Kooperation mit Stadtneudenken und CITY 46 im Rahmen des "Silent Cinema" Open Air Kinos auf dem Hillmannplatz.
Insgesamt 15 Filme wurden von ihren Macher:innen vor dem zahlreich erschienenen Publikum präsentiert. Darunter waren Erstlingswerke, professionelle Kurzfilme, künstlerische Experimente und die eine oder andere Überraschung. Besonders toll war, dass viele Filmschaffende den Open Screen nutzten, um die öffentliche Premiere ihres Films zu feiern - manche wenige Tage und andere 15 Jahre nach Fertigstellung.
Filme und ihre Entstehungsgeschichte sind so unterschiedlich und spannend wie die Menschen hinter den Produktionen. Das wurde durch die kurzen Gespräche zwischen den Filmen noch einmal eindrücklich sichtbar. Diese Vielfalt ist faszinierend, fürs Publikum sicher manchmal auch anstrengend, aber genau der Grund, warum wir Open Screen machen und finden, dass es einen unkuratierten (aber dennoch strukturierten) Abend braucht, an dem Interessierte ohne Filter mitbekommen können, was in der Region produziert wird und wer hier vor Ort filmisch arbeitet. Der Austausch und das Netzwerken sind daher immer ein wichtiger Teil der Veranstaltung.
Der Open Screen-Abend gibt ausdrücklich jedem - Hobbyfilmer bis Profi - die Möglichkeit einen eigenen Film vorzuführen und im Anschluss mit Publikum und anderen Filmschaffenden in den Austausch zu gehen. Fiction, Doku, Animation, Experimentelles und Musikvideos sind willkommen. Gezeigt werden Kurzfilme bis maximal 10 Minuten Länge. Premieren und lokale Produktionen werden bevorzugt. Es gibt keine Auswahljury beim Open Screen, d.h. es wird grundsätzlich alles gezeigt, was eingereicht wird - unter der Voraussetzung, dass die Filmemacher:innen am Abend anwesend sind. Es wird zwischen den Filmen kurze Gespräche geben und auch das Publikum darf hier ausdrücklich Lob und Kritik verteilen und Fragen stellen. Kurzfilmfans können sich auf eine kreative Mischung aus frischen Werken, Bremer Geschichten, schrägem Humor, Kunstfilmen, Preisgekröntem und Skurrilem freuen.
Filmprogramm Open Screen 2025:
Randleben (Marginal Life)
Essay/Poesiefilm von Julian Elbers & Donka Dimova
Poetischer Kurzfilm über die Geschichte des bulgarischen Arbeitsmigranten Aslan.
Getrieben von der Armut, mit großen Träumen im Gepäck macht sich der junge Mann auf den Weg nach Deutschland. Anstatt auf gutes Geld und erfüllte Wünsche stößt er von Anfang an auf Schwierigkeiten und Enttäuschungen.
Er sucht den Zugang zu der bulgarischen Community, von der er sich Unterstützung erhofft, aber jede:r kämpft mit eigenen Herausforderungen. Das, was auf den ersten Blick die Arbeitsmigrant:innen verbindet, erweist sich für den jungen Mann als eine unüberwindbare Grenze.
FÜR IMMER?
Crew:
Julian Elbers (Kamera)
Donka Dimova (Text)
Ivan Todorov (Musik)
Abdulghaffar Tammaa (Fokus)
Alles bleibt bestens
Kurzspielfilm/Drama von Anja Badeck
Sarah will eigentlich nur Rollschuh in ihrer Wohnung fahren, Nutella mit dem Messer essen und alleine sein.
Aber plötzlich tauchen fremde Menschen in ihrer Wohnung auf und ihr Wunsch nach Autonomie ist in Gefahr.
Sarah (28) - Patricia Aulitzky
Sarah (13) - Miriam Thurau
Pfleger - Sven Hussock
Ärztin - Tatiana Klein
Drehbuch / Regie / Schnitt - Anja Badeck
Kamera - EugenGritschneder
Produktions- + Aufnahmeleitung - Constanze Guttmann
Ton - Nils Aulmann
Musik - Remington Beach Club und Dr. Dreh und die feinen Herren
Fotorevolte
Animationsfilm von Jule Körperich
Fotorevolte erzählt von dem Moment, an dem die weltweit verfügbare Speicherkapazität erschöpft ist. Sämtliche digital gespeicherten Fotografien und Filme erwachen zum Leben, die Menschen werden von Fotos von Sehenswürdigkeiten und Prominenten, Logos und Filmfiguren aus ihrer Wirklichkeit verdrängt. Es entbrennt ein skurriler Wettlauf zwischen Aufräumarbeiten und der Manifestation immer neuer Bilder, bis die Grenze zwischen der realen und der virtuellen Welt vollends zu verschwimmen droht. Als dann das Internet überläuft, versinkt die Welt im Pixelbrei.
Buchvorlage: Imke Müller-Hellmann
Drehbuch und Regie: Jule Körperich
Kommt lasst uns gehen
Experiment/Stummfilm von Denis Rose
Schon in meiner Kindheit war das Märchen von den “Bremer Stadtmusikanten” sehr
präsent. Es bekam später eine tiefere Bedeutung, zeugte es von Unterdrückung und
Ausbeutung. Erfolgreich waren die Tiere durch ihren Widerstand, um den sich alles
“dreht”.
Die Fähre
Doku von Júlia Balla, Jakob Reeg und Sarah Falke
"Wollen Sie mit? Kommen Sie rüber!"
Schon seit dem 18. Jahrhundert gilt: dieselbe Stadt, derselbe Fluss, dieselbe Strecke. Und immer noch keine Brücke. Doch das ist gut so, denn die Bremer:innen lieben die kleine Sielwallfähre. Für einige ist es Alltag, für manche einfach eine schöne Sonntagsaktivität. Der Film begleitet den Fährmann Didi an einem sonnigen Werder-Spieltag in der Kohltour-Saison.
Echos of Absence
Thriller/Mystery von Gaurav Thakur
Echos of Absence is a thought-provoking short film that explores the psychological dimensions of the inner voice, a persistent internal dialogue that often keeps us trapped in repetitive cycles.
The narrative delves into the human struggle for growth, illustrating how personal transformation demands the courage to let go of past identities in order to pursue a renewed, elevated version of oneself.
Two Minutes There
Musik/Experimentalfilm von Alexander Derben
Der ABK e.V. hat sich nach ONE MINUTE HERE (OMH) mit einer neuen Musikvideoreihe abermals der künstlerischen Herausforderung gestellt, das Leben während unruhiger Zeiten musikalisch und audiovisuell festzuhalten. War bei OMH die Pandemie-bedingte Entschleunigung im Fokus, soll sich bei TWO MINUTES THERE alles um die Beschleunigung drehen. Schnelllebigkeit, Tempo, Klima und andere Krisen sind die Themen, die im Vordergrund stehen. Die beinhalteten Darstellungsformen aus Musik, Film, Videokunst und Tanz sollen ein audiovisuelles Gesamtkunstwerk ergeben und auf den rasanten Lebenswandel in einer immer bedrückenderen Umwelt hinweisen.
Im Auge des Betrachters
Thriller/Krimi von Christoph Flehmke
Alina glaubt, verfolgt zu werden. Zwischen True-Crime-Podcasts und anonymen Botschaften beginnt sie, ihrer Umgebung immer weniger zu trauen – bis sie sich in ihrer Angst spontan auf ein fremdes Grundstück rettet. Was wie ein Missverständnis aussieht, wird zum Vorboten einer düsteren Wahrheit. Ein atmosphärischer Thriller über Angst, Wahrnehmung und den Moment, in dem Fiktion zur Realität wird.


















