Bremer Dokumentarfilm Förderpreis
Der Bremer Dokumentarfilm Förderpreis wird seit 1991 ausgelobt. Prämiert werden die Idee oder ein Treatment für einen Dokumentarfilm, der mit Hilfe des Preisgeldes zur Produktionsreife gebracht werden kann.
Aktuelle Ausschreibung Einreichung bis 30. November 2026
Am Anfang steht die Idee – dann folgt ein oft steiniger Weg bis zur Umsetzung: ausführliche Recherchen, dramaturgische Aufbereitung und die Entwicklung eines filmischen Konzeptes sind mit viel Arbeit, Zeit und Kosten verbunden. Das Filmbüro Bremen unterstützt mit seinem Förderpreis seit 1991 die Lust am dokumentarischen Filmschaffen und ermöglicht mindestens zwei Projekten eine intensive Entwicklung. Gesucht werden unerwartete Themen, sowie interessante Herangehensweisen.
Der Bremer Dokumentarfilm Förderpreis ist ein Recherche-Preis. Prämiert wird die Idee für einen Dokumentarfilm, die mit Hilfe des Preisgeldes recherchiert und zur Produktionsreife gebracht wird. Antragsberechtigt sind AutorInnen und FilmemacherInnen aus dem gesamten Bundesgebiet.
Der Dokumentarfilm Förderpreis wird zweckgebunden für die Entwicklung des eingereichten Projektes vergeben, die Auszahlung erfolgt in Raten. Das angestrebte Ergebnis wird je Projekt individuell festgelegt, z.B. ein ausgearbeitetes Treatment/Produktionsantrag und ein Trailer.
Seit 2020 erfolgt die Preisvergabe über ein anonymisiertes Antragsverfahren.
Wir sind überzeugt, dass das Publikum ungewöhnliche und randständige Filme sehen möchte. Um die zu bekommen, müssen wir ebensolche Stoffe suchen und wir müssen Quereinsteigenden und Schräg-Denkenden die Türen öffnen. Die Anonymisierung ist ein Mittel dazu.
Der Antrag darf keine Klarnamen der beteiligten Filmschaffenden enthalten; Biografie und Filmografie entfallen. Im Mittelpunkt der Entscheidung steht allein das Thema mit der inhaltlichen und filmkünstlerischen Herangehensweise.
Eine unabhängige Fachjury entscheidet frei und ohne inhaltliche Vorgaben und vergibt zwei bis drei Preise in wechselnder Höhe, bereitgestellt vom Bremer Senator für Kultur und aus Spendengeldern. Ein Preis ist einem Projekt mit Bremenbezug vorbehalten.
-> FAQ zum Bremer DOK Preis
Wir empfehlen eine Antragsberatung im Filmbüro!
Warum ist der DOK-Preis so wichtig?
2024. Für einen Dokumentarfilm reicht eine „gute Idee“ allein nicht aus.
Ausführliche Recherchen, dramaturgische Aufbereitung und die Entwicklung eines filmischen Konzepts sind notwendig, um eine Produktionsfirma oder Redaktion zu interessieren. Dies ist mit viel Arbeit, Zeit und Kosten verbunden, die meist von den Autoren und Autorinnen selbst erbracht werden muss. Gerade Themen mit hohen Recherchekosten oder innovativen Konzepten haben hier das Nachsehen.
Der Bremer Dokumentarfilm Förderpreis unterstützt pro Ausschreibung mindestens zwei Projekte in dieser wichtigen Entwicklungsphase. Antragsberechtigt sind AutorInnen und FilmemacherInnen aus dem gesamten Bundesgebiet. Einer der Preise ist einem Bremer Projekt vorbehalten. Ziel ist eine Vielfalt der Themen und Formate zu gewährleisten und dies als Bereicherung in den Markt einzubringen.
Der Dokumentarfilm Förderpreis hat bundesweite Strahlkraft für Bremen.
Als der Dokumentarfilm Förderpreis 1991 gegründet wurde, war er der erste seiner Art. Das in seiner Form ähnliche Gerd-Ruge-Stipendium in NRW wurde 2002 gegründet und in den letzten Jahren entdecken immer mehr Bundesländer die Bedeutung der Rechercheförderung. Allerdgings muss meist schon eine Produktionsfirma oder Redaktion mit an Bord sein.
Bremen ist in der Branche für diesen Preis bekannt, der die Autor:innen als die treibende Innovationskraft der Branche anerkennt. Viele der realisierten Filme erfuhren Premieren auf den großen Festivals (Berlinale, Venedig,Filmfestival Max-Ophüls-Preis, Leipzig, Int.Filmfest Warschau u.a.). Der wichtigste Preis bisher ist ein Goldener Löwen in Venedig 2017 für „Der Prinz und der Dybbuk“ von Elwira Niewiera und Piotr Rosolowsi. Mehrere Male feierte der Bremer Dokumentarfilm Förderpreis auf der Berlinale Premiere.
Meist folgte auch eine erfolgreiche Fernsehauswertung.
In Bremen werden die Filme im Kino mit Publikumsgespräch gezeigt. So der Film über die „Lila Eule“ von Hagen Klaile beim Filmfest Bremen und im Rahmen der Ausstellung „Bremen '68“ im Focke-Museum 2017, „Myanmarket“ von Eva Knopf 2018 im Rahmen der „Globale“ im City46. In der Folge ist Eva Knopf an das Institut für Kunst-/Filmwissenschaft der Universität Bremen berufen worden.
2019 feierte „Olanda“ von Bernd Schoch Premiere auf der Berlinale und im November in Bremen bei den Rumänien Filmtagen.
Ein gesellschaftlicher und filmkünstlerischer Seismograph.
Die Freiheit und Individualität in der Recherche eines Dokumentarfilmes ermöglicht eine größtmögliche Bandbreite an unerwarteten Themen und innovativen Erzählformaten. Es können Themen gefördert werden, die noch nicht im Mittelpunkt der Gesellschaft angekommen sind, aber womöglich in der Zukunft plötzlich an Bedeutung gewinnen. Die Offenheit der Ausschreibung ermuntert Dokumentarfilmer:innen zu künstlerischer Forschung in der Filmsprache.
Das ist eine Bereicherung für Produzenten, Förderungen, Redaktionen und später auch für das Publikum.
Bremer Dokumentarfilm Förderpreis.
Kleine Mittel, große Wirkung – typisch bremisch.
Der Bremer Dokumentarfilm Förderpreis
Bis 2026 sind durch den Bremer Förderpreis 77 Dokumentarfilmideen gefördert worden und 35 Filme entstanden. 18 weitere befinden sich 2026 in Produktion. Damit hat der Bremer Dokumentarfilm Förderpreis eine hervorragende Realisierungsrate.
Das vom Filmbüro Bremen 2020 eingeführte anonymisierte Antragsverfahren findet große Zustimmung bei Antragsstellenden und Jurymitgliedern. Die Auswirkungen auf die Vielfalt in Anträgen und geförderten Projekte konnte dadurch weiter gesteigert werden. Das wird sichtbar in der Frauenquote im Filmbüro und in der Diversität in der Förderung des Filmbüros.
In diesem Zusammenhang danken wir unseren jährlich wechselnden Jurymitgliedern, die mit offenem und preofessionelem Blick die interessanten Projektideen für den Bremer Dokumentarfilm Förderpreis ausgewählt haben: Alle Jurymitglieder des Dokumentarfilm Förderpreises
Der Bremer Dokumentarfilm Förderpreis wird vom Senator für Kultur finanziert und ist für die Ausstattung des Preisgeldes auf Spenden angewiesen.





