26. Bremer Dokumentarfilm Förderpreis Ausschreibung
Das Filmbüro Bremen unterstützt mit seinem Förderpreis seit 1991 die Lust am dokumentarischen Filmschaffen und ermöglicht mindestens zwei Projekten eine intensive Entwicklung. Gesucht werden unerwartete Themen, sowie interessante Herangehensweisen. Die unabhängige Fachjury trifft sich im Januar 2027.
Am Anfang steht die Idee – dann folgt ein oft steiniger Weg bis zur Umsetzung: ausführliche Recherchen, dramaturgische Aufbereitung und die Entwicklung eines filmischen Konzeptes sind mit viel Arbeit, Zeit und Kosten verbunden. Das Filmbüro Bremen unterstützt mit seinem Förderpreis seit 1991 die Lust am dokumentarischen Filmschaffen und ermöglicht mindestens zwei Projekten eine intensive Entwicklung. Gesucht werden unerwartete Themen, sowie interessante Herangehensweisen.
Der Bremer Dokumentarfilm Förderpreis ist ein Recherche-Preis. Prämiert wird die Idee für einen Dokumentarfilm, die mit Hilfe des Preisgeldes recherchiert und zur Produktionsreife gebracht wird. Antragsberechtigt sind AutorInnen und FilmemacherInnen aus dem gesamten Bundesgebiet.
Der Dokumentarfilm Förderpreis wird zweckgebunden für die Entwicklung des eingereichten Projektes vergeben, die Auszahlung erfolgt in Raten. Das angestrebte Ergebnis wird je Projekt individuell festgelegt, z.B. ein ausgearbeitetes Treatment/Produktionsantrag und ein Trailer.
Seit 2020 erfolgt die Preisvergabe über ein anonymisiertes Antragsverfahren.
Wir sind überzeugt, dass das Publikum ungewöhnliche und randständige Filme sehen möchte. Um die zu bekommen, müssen wir ebensolche Stoffe suchen und wir müssen Quereinsteigenden und Schräg-Denkenden die Türen öffnen. Die Anonymisierung ist ein Mittel dazu.
Der Antrag darf keine Klarnamen der beteiligten Filmschaffenden enthalten; Biografie und Filmografie entfallen. Im Mittelpunkt der Entscheidung steht allein das Thema mit der inhaltlichen und filmkünstlerischen Herangehensweise.
Eine unabhängige Fachjury entscheidet frei und ohne inhaltliche Vorgaben und vergibt mindestens zwei Preise in Höhe von 2026 insgesamt 9.000€, bereitgestellt vom Bremer Senator für Kultur und aus Spendengeldern.
Ein Preis ist einem Projekt mit Bremenbezug vorbehalten.
-> FAQ zum Bremer DOK Preis
Wir empfehlen eine Antragsberatung im Filmbüro!
Einsendeschluss: 30. November 2026
Ein Antrag umfasst zwei getrennte pdf-Dokumente:
Ein Antrag umfasst zwei getrennte pdf-Dokumente:
- Einreichformular. Dieses Dokument ist nur für interne Zwecke und wird nicht an die Jury weiter gereicht.
- Anonymisierte Projektskizze für die Jury (gesamt < 15.000 Zeichen) bestehend aus: Synopsis und Projektbeschreibung, Persönliches Statement / Director's Note, geplante Arbeitsschritte und Zeitplan, grobe Kalkulation für die Recherchephase (siehe hierzu unsere Honorarempfehlungen).
Sollte bereits Recherchematerial für das beantragte Projekt vorhanden sein, können bis zu 10 Minuten Video/Audioprobe eingereicht werden. Das Filmbüro braucht dazu einen download-link direkt in der Email.
Antragsberatung, donnerstags online wir empfehlen eine kurze Antragsberatung im Filmbüro!
Donnerstags Jour fixe online für allgemeine Fragen
ab 28.10.2026 donnerstags 12:00 auf ZOOM.
Meeting-ID: 839 2629 3483
Kenncode: 601479
Einzelberatung, gerade auch für Branchenneulinge und "komplizierte" Projekte:
Mo-Do 12-14h Saskia Wegelein, 0421-7084891
(Email-Adresse)
Testballon: Zweite Chance
Jedes Jahr verschwinden zu viele gute Projektideen in Schubladen. Auf der anderen Seite werden Ideen gesucht und es gibt ein neugieriges Publikum.
Seit Jahren erleben wir im Filmbüro, wie bei der Jurysitzung am Ende gerungen wird, weil einfach zu wenig Preisgeld zur Verfügung steht. Es ist doch irritierend, wenn wir zur Erläuterung einer Ablehnung nur positive Aussagen der Jury im Protokoll stehen haben.
Daher starten wir einen Testballon Zweite Chance (AT).
Die vielseitigen Projektideen, die wir allein im Rahmen dieser Ausschreibung erhalten, darf bisher nur unsere Jury lesen. Das wollen wir ändern. Ausgewählte Projektideen aus dieser Ausschreibung sollen für Produzierende zugänglich gemacht werden. Wir denken an einen "Reader des Bremer Dokumentarfilm Förderpreises". Dieser wird interessierten Produzierenden gegen eine Schutzgebühr zugänglich gemacht.
Der Reader ist nicht mehr anonymisiert, sondern enthält klare Hinweise auf die Urheberschaft. Zu den Projektskizzen kommen Kontaktdaten und Biografie der Autoren und Autorinnen. Das Filmbüro tritt nicht als Agent auf, sondern als geschützter Kanal. Der Reader ist ein Beitrag zum Netzwerk der Branche und soll neue Kontakte quer durch die Republik und den direkten Austausch fördern.
Wie läuft es genau ab?
Die Zweite Chance ist der regulären Preisvergabe nachgeordnet.
Auf dem Formular erklären die Einreichenden, ob sie ihre Projektskizze für den Reader anmelden wollen. Wenn ja, brauchen wir eine getrennte pdf mit der Bio/Filmografie. Die Jury des Bremer Dokumentarfilm Förderpreises erhält diese Informationen nicht.
Nach der Entscheidung zum Förderpreis benennt die Jury des Bremer Dokumentarfilm Förderpreises diejenigen Projekte, die sie für den Reader vorschlagen. Wir könnten es auch Lobende Erwähnung nennen. Das Filmbüro stellt dann aus der Schnittmenge einen Reader zusammen und bietet ihn Produzierenden gegen eine Schutzgebühr an. Die Produzierenden können dann direkt Kontakt zu den jeweiligen Autorinnen und Autoren aufnehmen.
Das Filmbüro dokumentiert, wer den Reader erhalten hat und evaluiert nach einem Jahr die Folgen.


