Heiliger Unfug (AT: Tigerentenblues) Dokumentarfilmprojekt von Krishna Saraswati

15. Dokumentarfilm Förderpreis 2007/2008

Tigerentenblues

janosch
janosch
HeiligerUnfug1
HeiligerUnfug1
HeiligerUnfug2
HeiligerUnfug2

Regie: Krishna Saraswati
Kamera: Christoph Stampler
Produktion: Kai Yang

„Du willst zeigen, wie ich wirklich bin, ich will das aber niemandem zeigen.“ -Janosch

Wir alle tragen tief in uns eine Sehnsucht nach Freiheit, nach einer Welt, in der ein Tiger und eine Ente zu eine Tigerente werden. Als Kinder stecken wir voller Phantasie, doch wenn wir älter werden, packen wir unsere Kindheit in den Keller, wo sie langsam unter einer Staubschicht versinkt.

Janosch, der bekannteste Kinderbuchautor Deutschlands, lebt seit mehr als 25 Jahren zurückgezogen auf Teneriffa. Mit der Vermarktung seines Werkes hat er schon lange nichts mehr zu tun. Er wohnt einfach und bescheiden in einer kleinen Höhle mit Blick auf das Meer und malt wunderschöne Bilder.

Aus der Begegnung mit Janosch sollte ein Film entstehen, „der uns hilft, wieder ein Kind zu werden. […] Ein Film, „in dem Lügen die Wahrheit erzählen und in dem hinten plötzlich vorne ist. Kurz: […] ein Film, der das Herz vor Freude hüpfen lässt und der jedem ein Lächeln auf das Gesicht zaubert. […] Und ja, ich wollte Janosch mit der Arbeit an diesem Film heilen! Ich wollte dokumentieren, wie Janosch wieder zu einer Lebensfreude zurückfindet. Ich wollte ihn mit der Welt versöhnen.
Und genau damit bin ich gescheitert.
Das Projekt hat sich über vier Jahre hingezogen. Ich habe immer wieder versucht, von einer anderen Richtung an Janosch heranzukommen. Und er hat mich immer wieder ins Leere laufen lassen. Ich bin mit meinem Kameramann nach Paris gefahren, wo Janosch in den 50er Jahren gelebt hat. Ich habe sein Geburtshaus in Polen besucht. Ich habe Janosch auf einer Deutschlandreise in kleine Galerien begleitet. Ich habe mit zwei Zeichnern verschiedene Vogelcharaktere und Animationen entwickelt, um Janoschs Seelenleben sichtbar zu machen. Ich bin mit einem Cowboy auf einen Vulkan geklettert und habe einen Slum in Indien besucht. Entstanden ist so ein sehr fragmentarischer Berg an verschiedenstem Material. Texte, Zeichnungen, Filmszenen, Collagen, Ideenskizzen.“

-- „Für mich ist der Film beendet beendet beendet ja.“ -Janosch per SMS

"Letztlich hat Janosch das Projekt mit dieser kurzen und knappen SMS beendet. Ich wollte das lange nicht akzeptieren. […] Aber künstlerisch und inhaltlich fehlt mir etwas und ich weiß nicht, ob ich jemals herausfinde, was es ist.“

Das Projekt konnte aus diesem Grund leider nicht realisiert werden.

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