Midnight Escape - Fateme Dokumentarfilm von Jacqueline Peters und Anastasia Misbach

Ein filmisches Portrait über Fateme, eine junge 19 Jährige Afghanin, die über ihre gesamte Jugend auf der Flucht ist und nie die Hoffnung verliert.

GFG A Midnight Escape mobileLightAtSea 768x432
GFG A Midnight Escape mobileLightAtSea 768x432
Filmplakat
Filmplakat

D/GR 2021, 36 Min
Idea & direction: Jacqueline Peters, Anastasia Misbach, Fateme
Cinematography, editor and Sound: Jacqueline Peters
Music: Hosain Amini, Meisam Aminii
Illustration: Vaggelis Kolotsios

Fateme verlässt mit ihren Eltern und Schwestern Afghanistan, weil ihre Heimat keine Perspektiven für sie als junge Frauen bietet. Sie erzählt von ihrer Flucht über den Iran, der Türkei und schließlich über die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer. Veranschaulicht wird ihre Reise mit gezeichneten Illustrationen, animierten Karten und einer mitreißende Geräuschkulisse. Angekommen in Europa, auf der griechischen Insel Lesbos, landet sie in einer der größten Flüchtlingslagern Europas: in Moria. Sie ist konfrontiert mit menschenunwürdigen Bedingungen, mit staatlicher Repression und Restriktionen. Fateme erlebt das Gefühl von Ohnmacht und Ausgeliefertsein, ein endloses Warten in den Baracken Morias ohne Strom und fließend Wasser. Es ist nicht die Flucht über den Grenzen Iran und der Türkei die tiefe Wunden hinterlassen hat sondern das Gefühl der Handlungsunfähigkeit in den EU-Flüchtlingslagern. Sich dort als junge Frau weiterhin nicht sicher fühlen zu können, sich nicht waschen zu können, sich nicht frei bewegen zu dürfen.

Midnight Escape
Midnight Escape
Midnight Escape
Midnight Escape

Nach der Zeit in Moria, kam die Familie nach Thessaloniki, in das Flüchtlingslager Diavata wo sie weitere Jahre auf ihre Papiere warten mussten und mit Diskriminierung und Rassismus konfrontiert waren. Aber zugleich wurde Thessaloniki auch ihr neues Zuhause. Vier Jahre hat Fateme auf europäisch-griechischen Boden verbracht, hat Freunde gefunden, hat all die Chancen die ihr ermöglicht wurden angenommen und lernte dadurch verschiedene Sprachen, unterstütze die medizinische Erstversorgung im Lager als Übersetzerin und gab vielen Menschen ihre positive Energie weiter.

Facettenreich bekommen die Zuschauer:innen einen individuellen und subjektiven Einblick in die Situation und Lebensrealität einer jungen Frau auf der Flucht nach Europa. Der Film arbeitet gegen die stereotypischen Narration medialer Berichterstattungen von Menschen auf der Flucht. Die Filmemacherinnen haben kollaborativ mit Fateme gemeinsam dieses filmische Portrait erarbeitet und umgesetzt. Fateme ist in diesem Film nicht nur die Protagonistin über die erzählt wird sondern die Autorin und die Erzählerin der Dokumentation.

D/GR 2021, 36 Min
Idea & direction: Jacqueline Peters, Anastasia Misbach, Fateme
Cinematography, editor and Sound: Jacqueline Peters
Translation: Fateme, Anastasia Misbach, Jannika Gries, Jacqueline Peters
Voice over Recording: Stephan Dutka at REC.ort Giessen
Sound Mixer: Marc Dauen
Music: Hosain Amini, Meisam Aminii
Illustration: Vaggelis Kolotsios
Additional Footage Courtest of: ReFOCUS Media Labs @refocusmedialabs

Many thanks to
Beatrice Schwehm for dramaturgical advice
Fateme sisters, Atefe & Haniye for their support
and Fateme’s parents for their trust and patience

Supported by
Filmbüro Bremen / Funded by nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH,
Senator für Kultur Bremen, Universität Bremen, QRT, ReFOCUS Media Labs

Jurybegründung 2021: Die beiden Nachwuchsfilmemacherinnen Jacqueline Peters und Anastasia Misbach geben in ihrer Dokumentation „Midnight Escape – Fateme“ ihrer Protagonistin Raum, ihre von Flucht geprägte Geschichte zu erzählen. Dafür zeichnen sie die Protagonistin facettenreich und nicht als Opfer ihrer Umstände. Auf der visuellen Ebene arbeiten sie unter anderem mit einem Comiczeichner zusammen. Wir möchten die Filmemacherinnen bei der Suche nach ihrer eigenen Handschrift in diesem Prozess unterstützen.
Filmstart07 auf www.filmbuero-bremen.de

A.Misbach und J.Peters
A.Misbach und J.Peters

Jacqueline Peters, aufgewachsen zwischen Bremen und Bremerhaven, machte an der Leuphana Universität ihren Bachelor in Kulturwissenschaften und Digitale Medien. Dann zog es sie wieder zurück und sie fing an der Universität Bremen Transnationale Literaturwissenschaften zu studieren. Dort hat sie sich auf den Bereich Film fokussiert und pendelt seitdem zwischen Thessaloniki und Bremen hin und her.

Anastasia Misbach ist gebürtige Hamburgerin und wuchs bilingual zwischen Griechenland und Deutschland auf. Derzeit absolviert sie den Studiengang Journalismus & Medien an der Aristotle Universität in Thessaloniki. Im Rahmen ihrer freiwilligen Tätigkeiten im griechischen Camp für geflüchtete Menschen in Diavata, entwickelte sie ihren Pathos für die filmische Portraitierung des weiblichen Daseins innerhalb der griechischen Lager, welches sie gemeinsam mit Jacqueline Peters verwirklicht. Neben dem, berichtet sie journalistisch für griechische Medien über Geschehnisse, die geflohene Menschen betreffen.

2021 unterstützt vom Filmbüro Bremen aus Mitteln der nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH.

filmstart7 flyer ANSICHT 0113
filmstart7 flyer ANSICHT 0113
Nordmedia Hauptlogo
Nordmedia Hauptlogo
filmbuero 2020 orange 300px
filmbuero 2020 orange 300px

Aufführungen

ffhb 220818 logo datum2023 rgb positiv
ffhb 220818 logo datum2023 rgb positiv

Bremer Premiere
14.04.2023 17:00 City46 im Rahmen des 8. Filmfest Bremen
15.04.2023 14:00 City46 im Rahmen des 8. Filmfest Bremen

Bearbeiten

Ihre Suchanfrage wird an duckduckgo.com weitergeleitet