Ethnografische Filmtage Di 20.01.2026 18h Keksdose, Uni Bremen
Wen(n) wir verdrängen Dokumentarfilm von Clara Röhrig
Hauptbahnhof Bremen, das Tor zur Stadt und Durchlaufort von hunderten Menschen täglich. Inmitten von Anonymität und schnellen Schritten existiert eine Parallelwelt, die immer mehr ins Wanken gerät: Obdach- und wohnungslosen Menschen werden kontrolliert, bestraft, verdrängt. Microförderung 2023.
D 2025, Kurzfilm
Regie, Schnitt und Kamera: Clara Röhrig
Ton: Paul Röhrig
Mit Unterstützung von: Martin Gruber, Beatrix Schwehm, Jana Schäfer, Lisa Gronau
Gefördert durch das Filmbüro Bremen
Next Stop: Bremen Hauptbahnhof. Das Tor zur Stadt und Durchlaufort von hunderten Menschen täglich. In den öffentlichen Diskursen dominieren seit Jahren Berichte über steigende Kriminalität, Unsicherheitsgefühle und das Drogenmilieu. Doch wen sehen wir, wenn wir genau hinschauen? Was bleibt in diesen Diskursen unsichtbar?
Die beiden Protagonisten, Harald Schröder und Markus Urban, führen uns über den trubeligen Bahnhofsvorplatz zu unscheinbaren Ecken abseits der Hektik. Harald war zehn Jahre lang als Sozialarbeiter auf den Straßen Bremens unterwegs, der Hauptbahnhof war ein zentraler Ort seiner Arbeit als "Seelsorger der Obdachlosen". Markus ist seit fünf Jahren obdachlos und engagiert sich als Aktivist für die Bedürfnisse von wohnungs- und obdachlosen Menschen. Er kennt die Herausforderungen und Unsicherheiten der Obdachlosigkeit aus erster Hand und will mehr Sichtbarkeit dafür schaffen.
In "Wen(n) wir verdrängen" berichten uns Markus und Harald von den Ausmaßen der institutionalisierten Verdrängung und dem zivilgesellschaftlichen Blick auf Obdachlosigkeit. Der Film zeigt die tiefgreifenden Auswirkungen sozialer Ungerechtigkeit inmitten eines durchkommerzialisierten und öffentlichen Ortes. Dabei stellt er wichtige Fragen, die zum Nachdenken anregen: Was bedeutet Sicherheit? Von welcher Norm aus denken wir? Wie lassen sich öffentliche Räume für alle gestalten?
Förderungen
Microförderung 2023, AT: Auf Räumen
Dramaturgisches Coaching durch Beatrix Schwehm
Aufführungen
20.01.2026 Ethnografische Filmtage des Instituts für Ethnologie und Kulturwissenschaft der Universität Bremen
Vom 20.01. bis zum 22.01. möchten wir Euch dazu einladen, die Abende gemeinsam mit spannenden, kulturwissenschaftlichen Filmen aus aller Welt zu genießen. Anschließend an jeden Film habt Ihr die Möglichkeit Fragen an die Filmemachenden zu stellen und zusammen zu diskutieren.
Die Auswahl der Filme trafen Mitarbeitende und Studierende des Instituts gemeinsam in einem Seminar. Mit nationalen und internationalen Produktionen, verschiedensten Themen und innovativen Ansätzen stellten wir ein vielfältiges Programm zusammen. blog
Am Dienstag dem 20.01. starten wir in der Uni Bremen mit sechs Studierenden-Filmen von Filmemachenden aus unterschiedlichen Universitäten.



