Die Kinder von Bulldogs Bank von Beatrix Schwehm.

Ein Dokumentarfilm aus dem Jahre 1999.

Die Kinder von Bulldogs Bank
Die Kinder von Bulldogs Bank

Dokumentarfilm, D, 1999, 63:00 Min
Buch und Regie: Beatrix Schwehm
Kamera: Bernd Meiners
Schnitt: Renate Merck
Musik: Willy Daum
Produktion: Peter Stockhaus Filmproduktion

Berl, Jack und Joanna gehören zu einer Gruppe dreijähriger Kinder, die 1945 mit einem Flugzeug England erreichten.
Ohne ihre eigene Geschichte zu kennen, beginnen sie ihr zweites Leben in Bulldogs Bank, einem Landhaus in der Nähe von London. Als Fünfjährige werden sie von jüdischen Paaren adoptiert. In unterschiedlichen Lebensphasen beginnen Jack, Joanna und Berl nach Spuren ihrer Existenz zu suchen und erfahren, dass sie jüdische Waisenkinder waren, die das Konzentrationslager Theresienstadt überlebt haben. Ihre Eltern wurden deportiert und ermordet.

Trailer auf Vimeo

www.beatrix-schwehm-film.de

Förderungen

Kuratorium junger deutscher Film
Kulturelle Filmförderung Bremen e.V.
Kulturelle Filmförderung Schleswig-Holstein e.V.

Aufführungen und Auszeichnungen

Wir freuen uns, dass der Film Die Kinder von Bulldogsbank von Beatrix Schwehm, auf die Liste der filmhistorisch, dokumentarisch oder künstlerisch wertvollen Filme des Deutschen Kinematheksverbunds (Museum für Film und Fernsehen) aufgenommen wurde!
Diese Auszeichnung würdigt die außerordentliche Bedeutung des Films für das filmische Erbe und stellt ihn in den Kontext bedeutender Werke der Filmgeschichte. Die Aufnahme gewährleistet dem Film Priorität bei Restaurierung, Digitalisierung und Konservierung, um seinen langfristigen Erhalt für kommende Generationen sicherzustellen.
Die ‚Kinder von Bulldogsbank‘ erhielt 1995 den Bremer Dokumentarfilm Förderpreis und nach Fertigstellung das ‚Prädikat besonders wertvoll‘. Neben DOK Leipzig wurde der Film auf nationalen und internationalen Festivals gezeigt und wird bis heute noch weltweit angefragt.

Yad Vashem - The World Holocaust Remembrance Center,

Hier ist der Film im Archiv und wird weltweit von diversen Psychoanalytikervereinigungen, Schulen, Universitäten und Resilienzforscher:innen etc. angefragt und vorgeführt. Auch Jack und Bela sind mit dem Film zu Vorträgen eingeladen und waren im Herbst 2025 in Windermere, wo alle Kinder vor 80 Jahren nach der Befreiung gelandet sind.

Prädikat besonders wertvoll

Jurybegründung der Deutsche Film- und Medienbewertung:
»Der Film behandelt ein noch weitgehend unbekanntes Kapitel der Holocaust-Geschichte. Er blättert anhand von drei Beispielen das Schicksal jüdischer Kinder auf, die nach dem Kriege in fremden Ländern und fremden Familien ihrer Identität beraubt wurden und nun nach ihren Wurzeln suchen. Über die Thematik jüdischer Kinder hinaus ist der Film zugleich ein allgemeiner Beitrag über das Schicksal von Kindern als Opfer von Krieg und Verfolgung und – am Beispiel des Vietnam-Veteranen – über die Umkehr von Opfer- und Täterrolle. Auf drei Einzelbeispiele konzentriert lässt dieses persönliche Dokument zugleich Schlüsse auf Allgemeingültiges zu. Die Erinnerung der Protagonisten ist dunkel, grau und unscharf. Diesem Inhalt entspricht die Form des Filmes in Farbgebung und Bildschärfe. Auch dies macht seinen Charme aus«.

TV Ausstrahlung in NDR / ARTE
DOK Leipzig 2000
Nordische Filmtage
Internationale Filmwoche Würzburg
Werkschau Schwerin

1999 Premiere in Bremen. Jack, Joanna und Berl waren anwesend.

DOk 2020 kreis klein
DOk 2020 kreis klein

2022 wurde Beatrix Schwehm in die Jury des 22. Bremer Dokumentarfilm Förderpreises berufen.

1995 erhielt Beatrix Schwehm für das Projekt den Bremer Dokumentarfilm Förderpreis für die weitere Recherche.

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