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Mittwoch, 1.2.2012
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Filmbüro.TV, die Stunde der Bremer Filmschaffenden, an jedem ersten Mittwoch im Monat um 20 Uhr auf Radio Weser.TV (Kabelkanal 12 und Live-Stream).
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Berlinale Kafeetasse 2012
Im Rahmen der Berlinale lädt das Filmbüro Bremen die Bremer Filmschaffenden, Freunde des Filmbüros und Interessenten an der Arbeit des Filmbüros zu einem Kaffeekränzchen ein. Hier wird auch der brandneue Katalog der Kulturellen Filmförderung vorgestellt.
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Eleghia

ein Kurzspielfilm von Radik Golovkov, frei nach Daniil Harms

Eleghia

Radik Golovkov

Kurzspielfilm, 2004, 13:35 Min, 35mm

Buch und Regie: Radik Golovkov
Kamera: Klaus Golla
Kerstin Röhl
Darsteller: Gernot Endemann
Marina Schmidt
Johanna Penski
Radik Golovkov
Aileen Nicklaußen

Saskia Wegelein episode film

Der Film ist eine Verwunderung darüber, auf welch eine ungewöhnliche und seltsame Art und Weise unsere seelischen Narben heilen, die wir uns gegenseitig zufügen. Frei nach einem Monolog von Daniil Harms.

 



Text nach Daniil Harms

Wir tun das Gute und das Böse blindlings.

Ein Schauspieler fuhr mit dem Fahrrad und plötzlich, vor einer

Kathedrale, verschwand er. Weiß er wohl, was zu tun ihm beschieden

war: Gutes oder Böses?

Oder dieser Fall: ein Schauspieler kaufte sich einen Pelz und tat

damit, wie man denkt, jenem Großmütterchen Gutes, die – in Not

geraten – diesen Mantel verkaufte dafür aber einem anderen

Großmütterchen, nämlich seiner Mutter, die bei dem Schauspieler

lebte und für gewöhnlich in der Diele schlief wo der Schauspieler

seinen neuen Pelz aufhängte tat er anscheinend Böses, denn der neue

Pelz roch dermaßen unerträglich nach irgendwelchem Formalin oder

Naphtalin, dass das Großmütterchen, die Mutter jenes Schauspielers,

eines Morgens nicht aufwachen konnte und starb.




Martina Burandt, Weser-Kurier vom 28.02.2004

>Radik Golovkovs Filme handeln von existenziellen Fragen

- woher wir kommen, wohin wir gehen, vom Alter und von der Zeit.

Sie stellen Fragen nach der Wahrheit und der Liebe.

Mit ihren Metaphern erscheinen sie wie Träume und Gedanken, die mit ihrer leisen Poesie vergessene Türen öffnen. <

Wilfried Hippen, taz Bremen vom 27.2.2004

Sicher ist, dass er [Radik Golovkov] ein genaues Gespür für die

Komposition einer Einstellung hat. Seine drei Filme (…) bestehen

ausnahmslos aus solchen poetisch aufgeladenen Bildern. Sie erzählen

dazu keine eindeutig erkennbaren Geschichten. (…) Dazu zeigt

Golovkov ein Mosaik von Momenten im Leben einiger Menschen, springt

scheinbar willkürlich zwischen den Zeiten, Beziehungen und

Konflikten hin und her, sodass sie nur assoziativ erfassbar sind -

und doch ist jedes Bild subtil mit der gleichen elegischen

Grundstimmung durchtränkt.