Ein weites Feld
Ein weites Feld
Gerburg Rohde-Dahl
Dokumentarfilm, 2003-2008, 66:00 Min, DigiBeta
| Kamera, Ton, Schnitt: | Gerburg Rohde-Dahl |
| zusätzliche Kamera: | Andreas Gockel bvk Alexander du Prel |
| zusätzlicher Ton: | Boris Joens Ruprecht Zahn |
Ein Film über den Denkprozess, den das Berliner Denkmal für die ermordeten Juden Europas in der Filmemacherin ausgelöst hat.
![]() Sommer 2004: Eine Stele wird gesetzt | |
![]() Kinderzeichnung der Filmemacherin März 1944 | |
![]() Ein Besucher des Denkmal |
Eine persönliche Auseinandersetzung der Filmemacherin mit ihrer Identität als Deutsche.
"Von September 2003 bis Herbst 2007 begleite ich das Denkmal für die ermordeten Juden Europas im Zentrum von Berlin mit meiner Kamera, vom Setzen der ersten Stelen an bis 2 Jahre nach der Eröffnung des Mahnmals. In diesen vier Jahren setze ich mich mit dessen Architektur und mit der Bedeutung des Holocaust in meinem Leben auseinander und frage viele Besucher des Denkmals nach deren Haltungen und Gefühlen dazu. Ergänzend stehen Interviews mit Lea Rosh und mit Peter Eisenman, der Initiatorin und dem Architekten des Denkmals.
Meine Beschäftigung mit dem Mahnmal ruft erneut die Erinnerung an die glücklichste Zeit meiner Kindheit im besetzten Polen wach und meine damit verbundenen ambivalenten Gefühle. Wir lebten von 1940 – 1945 in Gdynia, von den Deutschen damals Gotenhafen genannt. Das Konzentrationslager Stutthof stand 50 km entfernt.
Ich spreche mit meiner zwölf Jahre älteren Schwester über diese Zeit, über ihre eigenen Erinnerungen und über unseren Vater. Wir hielten ihn immer für einen harmlosen Mitläufer, erst jetzt lese ich in seinem rückschauenden Tagebuch von 1953, er habe als absolut überzeugter Nazi den „hemmungslosen Hass“ auf die Juden geteilt.
Leitfaden des Films ist mein innerer Prozess, den das Denkmal in mir auslöst, meine Fragen zu übernommenen Schuldgefühlen, zu Überzeugungen während der 68er Zeit und zu meinen Haltungen heute."
Eine deutsche Alltagsgeschichte.
Die Filmemacherin Gerburg Rohde-Dahl ist anwesend, wie auch eine der Protagonistinnen.
Heimspiel Bremen: Bremer Filmschaffende stellen sich vor. Einmal im Monat präsentieren Schauburg und Filmbüro Bremen e.V. Filmschaffende mit ihren Werken.
































