"Mein Engel" in Sankt Petersburg
Inhaltsangabe
In Sankt Petersburg betreut ein junger Mann aus Bremen seit eineinhalb Jahren Opfer stalinistischer Verfolgung - Frauen im Alter zwischen 80 und 95 Jahren. Diese bemerkenswerten Frauen geben Einblick in ihr Leben, Einblicke in eine andere Gesellschaft. Auch wenn die konkreten Verfolgungen und Einschüchterungen der Vergangenheit angehören, so haben sie über Dekaden das Leben dieser Frauen und ihrer Familien bestimmt; denn auch nach dem Ende des Stalinismus haben Angst und Ausgrenzung die Opfer und ihre Angehörigen begleitet. Heute lebt jede dieser Frauen allein, die meisten in ärmlicher Wohnung.
Drei von ihnen, Tamara Alfredowna, Jewdokia Alexandrowna und Natalia Michailowna, scheinen ganz besonders bemerkenswert. Von ihrem Leben und der Begegnung mit ihnen handelt der Film. Sie strahlen eine vor dem Hintergrund ihres Schicksals völlig unvermutete Wärme, Sicherheit und Menschenwürde aus - und eine mitreißende Begeisterung für die russische Kultur, eine Begeisterung, die auch den jungen Zivildienstleistenden ergriffen hat.
Josua, der mit seinem Dienst in Sankt Petersburg als Zwanzigjähriger neugierig in die Welt hinausging, wird täglich auch mit der harten Realität des Alltags seiner "Alten" konfrontiert. Er führt zu den Frauen und bietet eine Brücke zur Begegnung mit ihnen. Eine deutsch-russische Begegnung besonderer Art.



