27. Videokunst Förderpreis Bremen Bremen Award for Video Art

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Zum 27. Mal hat das Filmbüro Bremen den Videokunst Förderpreis vergeben, bei dem Videokunst-Konzepte ausgezeichnet werden, die mit Hilfe des Preisgeldes verwirklicht und dann im Folgejahr im Rahmen einer Ausstellung in Bremen präsentiert werden.

v.l.n.r. Jürgen Amthor, Tasja Langenbach, Anna Lena Seiser,RolandEckelt
v.l.n.r. Jürgen Amthor, Tasja Langenbach, Anna Lena Seiser,RolandEckelt

Am 29. und 30.06. fand in den Räumen des Filmbüros die Sitzung der Jury statt. Die vierköpfige Jury bestand dieses Mal aus: Jürgen Amthor (Medienkünstler, Preisträger 2.VKP, Bremen), Roland Eckelt (Künstler, Preisträger 18. VKP, Havelaue), Tasja Langenbach (Kuratorin/Künstlerische Leitung Videonale, Köln/Bonn) und Anna Lena Seiser (Kuratorin/Leiterin Video-Forum n.b.k., Berlin).

Die Zahl der Einreichungen stellte 2021 einen neuen Rekord auf: Aus insgesamt 262 höchst spannenden und breit gefächerten Projektanträgen wurden nach langer und intensiver Beratung der Jury zwei Konzepte zur Realisierung ausgewählt. Die beiden Projekte erhalten je 5.000 Euro für die Produktion der vorgeschlagenen Videoarbeiten. Die fertigen Werke werden im Jahr 2022 im Rahmen einer Sonderausstellung in den Museen Böttcherstraße erstmals öffentlich gezeigt.

Prämiert wurden die Konzepte von:

Alina Schmuch/Maria Ebbinghaus: Normalhöhennull (AT)

In der Videoinstallation werden verschiedene Architekturen und Strategien festgehalten, die zum Schutz gegen den steigenden Meeresspiegel als Folge des Klimawandels entwickelt wurden.
In filmischen Beobachtungen begleiten wir Expert*innen aus unterschiedlichen Feldern, die anhand von Modellen verschiedene Zukunftsszenarien und Adaptionswege aufzeigen. Indem wir die Aufnahmen von Wasserkörpern, den gebauten Strukturen sowie Interviews miteinander verweben, werden persönliche und wissenschaftliche Perspektiven zusammengebracht und so ein diskursiver Raum geschaffen.

Jurybegründung:

Mit ihrem Projektvorhaben Normalhöhennull (AT), einer breit angelegten Recherche zu Architekturen und Strategien im Umgang mit dem steigenden Meeresspiegel, eröffnen Alina Schmuch und Maria Ebbinghaus anhand eines sehr greifbaren Sujets einen komplexen Blick auf die umfassenden Folgen des Klimawandels. Die absolute Relevanz der Thematik wird durch die Einbeziehung internationaler ebenso wie regionaler Expert*innen und einem unmittelbaren Ortsbezug zu Bremen selbst unterstrichen. Die Jury überzeugte der sowohl recherchebasierte wie experimentelle Ansatz dieser kollaborativen Arbeit, deren installative und performative Elemente multiple Zugangsmöglichkeiten und einen aktiven Austausch mit dem Publikum vor Ort versprechen.

Helena Otto: Родина там, где нас нет. - Home is where we are not. - Heimat ist da, wo wir nicht sind.

In der Arbeit Heimat ist da, wo wir nicht sind. werden im gleichnamigen Dokumentarkunstfilm und einem Video namens Heimische Gesten Themen wie Identifikation, Zugehörigkeit, Heimat, Spaltung, Widerspruch und Diskriminierung bearbeitet. Anhand der Geschichte von Russland-Deutschen aus Zentralasien findet eine Auseinandersetzung statt, die mit pulsierenden Bildern, Sounds und Erzählungen einhergeht. Die beiden filmischen Arbeiten werden in einer Dachgiebelkonstruktion projiziert.

Jurybegründung:

Aus einer sehr persönlichen Perspektive macht sich Helena Otto auf die Suche nach den eigenen Wurzeln. Sie bereist die Länder ihrer Herkunft in Zentralasien, stellt Fragen, nahe liegende und tiefer gehende und macht auch vor den kritischen nicht halt. Sie versucht zu verstehen, worauf sich kulturelle Zugehörigkeiten gründen, wie kulturelle Ausgrenzungen entstehen und warum Rassismen ihrer eigenen Logik folgen. Die im Projektentwurf skizzierten Bildsequenzen zeigen einen neugierigen und offenen Blick auf Menschen, Kulturen und Landschaften, der eine bewusste, aber nicht exklusive Haltung einnimmt. In der Übersetzung ihres Themas in Bewegtbild und Raum will Helena Otto das Moment der Suche und der offenen Fragen weiterführen und verfolgt dabei einen konsequent experimentellen Ansatz der Collage und Überlagerung. Ein überzeugendes Konzept zu einem sehr relevanten Thema, das uns als Jury überzeugt hat und auf dessen Umsetzung in Bremen wir gespannt sind.

Organisation

Mail: (Email-Adresse)
Telefon: 0421-7084892
Weitere Kontaktmöglichkeiten

Die Ausschreibungen und Ausstellungstermine des Videokunst Förderpreises erhalten Sie bei Interesse über unseren Videokunst-Newsletter. Senden Sie uns einfach eine Mail an (Email-Adresse).

Der VKP ist ein Preis des Filmbüro Bremen e.V. Mit Unterstützung vom Senator für Kultur. In Kooperation mit dem Künstlerinnenverband Bremen, GEDOK

The VKP is an award by the Filmbüro Bremen. Supported by: Senator für Kultur Bremen. In cooperation with: Künstlerinnenverband Bremen, GEDOK

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