Young Collection 45
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Doch abgesehen von der Vielseitigkeit des Wettbewerbsprogramms, war bei dieser Young Collection fast nichts wie gewohnt. Zum Beispiel fungierte aus terminlichen Gründen nicht das Kino 46 als Veranstaltungsort, sondern die Galerie des Filmbüros in der Plantage 13.
So mussten die Gäste zwar auf eine Kinoleinwand verzichten – wurden dafür aber kulinarisch sowie auch musikalisch besonders verwöhnt. Karin Spitta hat mit ihrem Team und viel Liebe ein köstliches Buffet zubereitet und ein Freitgetränk für jeden gab es noch oben drauf. Für eine „swingende“ Hintergrundatmosphäre sorgten Moritz Zopf und Ivan Romero. Zu ihren Kontrabass- und Saxophon-Klängen konnte man den Abend entspannt ausklingen lassen.
In puncto Moderation gab es ebenfalls ein Novum. Dieses mal war es nicht wie üblich André Feldhaus, sondern Tilman Rößler, dem es an Charme und lockeren Sprüchen nicht fehlte. Unterstützung bekam er von der Praktikantin Bogna Kazur, die die drei angereisten Filmemacher Joana Stamer, Ole Gunnar Joachimsson und Django Aerport zu kurzen Gesprächen nach vorne bat.
Publikumspreis
Das Publikum hatte das große Glück im Laufe des Abends eine Audienz beim „Baron der Raben“ zu erhalten. Die kuriose Zeichenfigur kam beim Publikum genauso gut an wie ihr Schöpfer, der Kasseler Filmemacher Django Aerport. Mit seiner lockeren und pragmatischen Art brachte er die Zuschauer auf seine Seite und freute sich den Publikumspreis persönlich entgegennehmen zu können. Das Geheimnis um den Baron und seine gefiederten Freunde wollte er allerdings nicht enthüllen. Der 3-minütige Animationsfilm soll für sich stehen – ähnlich wie folgendes Zitat aus dessen Abspann: „Life is like music, you have to listen to it“.
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KritikerInnenpreis
Das Kritiker-Trio Alice Bachmann, Wilfried Hippen und Stephan Eicke vergab den KritikerInnenpreis an Julian Krubasiks „Ein Liebestraum“ und begründete diese Entscheidung mit folgenden Worten:
„Der Film stellt ein in sich stimmiges, cineastisches Kleinod dar. Obwohl die Kamera dokumentarisch arbeitet, wird eine Geschichte erzählt, mit Spannungs- und Überraschungsmomenten, einer Pointe sowie menschelnder Komik. Etwa, wenn nach den Männern und Frauen, die sich auf einen Gewichtstemm-Wettkampf vorbereiten, plötzlich in einem Gegenschnitt das Publikum gezeigt wird. Dabei stellt sich heraus, dass nicht nur die Aktiven skurril aussehen, sondern auch das Publikum aus „interessanten Figuren“ besteht. Krubasik verzichtet auf Sprache und erklärende Texte. Er überlässt Erläuterungen, Kommentare und den Aufbau von Spannungsbögen der wunderschönen Filmmusik. Krubasik komponiert aus seinen Bildern und Franz Liszts Klavierstück „Liebestraum“ einen gelungenen Pas de deux aus Film und Musik.“













































