Trassenkampf
Trassenkampf
Konstanze Radziwill
Dokumentarfilm, 2004, 45:00 Min Min, DVD
Vor gut 30 Jahren sollte der größte Teil des alten Bremer Ostertorviertels für den Bau der sogenannten „Mozart-Trasse“ abgerissen werden. Doch einem Häuflein Querulanten gelang es, den Widerstand erfolgreich zu organisieren. Der Film ermöglicht eine Blick hinter die Kulissen eines Politkrimis.
Das Thema der verhinderten Stadtautobahn lockte auch dieses Mal wieder viele Zuschauer in die Schauburg. Da viele der damaligen Akteure anwesend waren, konnte sich im Anschluss an den Film eine detaillierte und engagierte Diskussion entwickeln. dazu passte es auch, dass sich zwei Bürgerinitiativen vorstellten, die aktuell gegen geplante Stadtautobahnen in Bremen kämpfen.
Vor gut 30 Jahren sollte der größte Teil des alten Bremer Ostertorviertels, Teile des Steintors und des Buntentors auf Beschluss des Senats dem Erdboden gleichgemacht werden. Der Bau der sogenannten „Mozart-Trasse“, des östlichen, noch fehlenden Abschlusses einer Stadtautobahn galt als unabwendbar. Für die resignierenden Bewohner schien die Heimatvertreibung auf bremisch endgültiges Schicksal...
Wäre da nicht ein Häuflein Querulanten gewesen, konzentriert im SPD-Ortsverein Altstadt. Die „Wilden aus dem Ostertor“ standen auf gegen ihre Partei-Oberen und verteidigten in einem einzigartigen Bündnis mit der Bevölkerung das gemeinsame Wohn-Quartier – der Bau der Trasse wurde verhindert!
Im Film kommen die erbitterten Kontrahenten von damals zu Wort.
So wird der Blick hinter die Kulissen eines Politkrimis möglich, in dem es um Städtebau, Macht, Filz, Kapitalinteressen und den erfolgreichen Widerstand der Betroffenen geht – ein bis heute brandaktuelles Thema.









